#035 Kinderrechte brauchen Haltung Joshua Hofert über Terre des Hommes, Verantwortung & Menschlichkeit

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Joshua Hofert, seit 2022 Vorstand und Vorstandssprecher von Terre des Hommes Deutschland.

Seit November 2025 ist er außerdem Präsident der Terre des Hommes Internationalen Föderation. Nach seinem Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften und einem Master in Public Policy and Human Development führten ihn berufliche Stationen zum UN-Entwicklungsprogramm nach Bangkok und zum Auswärtigen Amt nach Berlin. Seit 2020 arbeitet er bei Terre des Hommes.

Joshua erzählt, wie aus seinem frühen ehrenamtlichen Engagement eine berufliche Aufgabe wurde, die jeden Tag Sinn stiftet, aber auch mit schwierigen Entscheidungen, knappen Ressourcen und viel Weltschmerz verbunden ist.

Terre des Hommes setzt sich weltweit für Kinderrechte ein und unterstützt Projekte dort, wo Kinder von Armut, Gewalt, Ausbeutung oder Krieg betroffen sind.

In dieser Folge erfährst du:

  • wie Joshua schon mit 13 Jahren zum ersten Mal mit Terre des Hommes in Berührung kam
  • warum er nach Stationen bei der UN und dem Auswärtigen Amt zurück in die Zivilgesellschaft wollte
  • was sich verändert, wenn aus Engagement Führungs-, Personal- und Budgetverantwortung wird
  • wie Terre des Hommes entscheidet, wo Hilfe wirklich sinnvoll eingesetzt werden kann
  • weshalb Spenden vor allem auf Vertrauen basieren
  • wie transparent die Organisation mit Geld, Verwaltungskosten und Wirkung umgeht
  • warum Burnout und emotionale Belastung im NGO-Bereich ein großes Thema sind
  • wie Joshua mit Weltschmerz, Krisen und schlechten Nachrichten umgeht
  • und warum er trotzdem daran glaubt, dass jeder Mensch etwas beitragen kann

Eine Folge über Kinderrechte, NGO-Arbeit, Menschlichkeit, Verantwortung und die Kraft, nicht nur zuzuschauen, sondern ins Handeln zu kommen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wir sind keine Riesenorganisation.

00:00:02: Wir können nicht alleine die Welt retten, wir können dem näher kommen wenn wir in Bündnissen zusammen agieren und wissen was ist die Rolle von TARDISOM?

00:00:11: Was können wir mit unseren lokalen Partner-Organisationen vor Ort bewegen im Leben von Kindern und jungen Menschen?

00:00:17: Wir nehmen kein Blatt vor den Mund als TARDisom, wenn es um Kinderrechte geht und wenn wir Kräfte und Strömungen erleben gegen diese Rechte von Kindern gegen das Wohl von Kindern agieren, dann benennen wir das sehr klar.

00:00:32: Und natürlich machen wir uns da nicht nur Freunde mit.

00:00:35: Wenn man sich anschaut was überhaupt in Deutschland auch an Spendenengagement herrscht und an Nichtfinanzielem also einfach an altruistischem Engagement Dann ist es etwas was doch den Glauben an das gute in unserer Gesellschaft auch am Leben hält.

00:00:49: Willkommen

00:00:50: bei Liders Unplugged The Stories Behind!

00:00:53: Ich bin Hannah und in diesem Podcast spreche ich mit spannenden Führungspersönlichkeiten über ihren Weg.

00:00:59: Dabei geht es nicht um den Titel, es geht vielmehr um die Geschichten, die hinter einer Karriere stecken.

00:01:05: Wir reden über mutige Entscheidungen, den Umgang mit Herausforderungen.

00:01:12: Herzlich willkommen zurück bei Lieders an Plug the Stories Behind.

00:01:16: Mein heutiger Gast ist Joshua Hofort, Vorstand von Terdesum Deutschland und Terdessum setzt sich weltweit für die Rechte von Kindern ein und unterstützt gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort Projekte in mehr als vierzig Ländern überall dort wo Kinder von Armut Gewalt Ausbeutung oder Krieg betroffen sind.

00:01:38: Joshua trägt Verantwortung für rund hundertfünfundsiebzig Mitarbeitende weltweit und für viele Millionen Euro, die jedes Jahr dort eingesetzt werden sollen wo Kinder Unterstützung brauchen.

00:01:50: Und das ist eine Aufgabe, die einerseits unfassbar viel Sinn stiftet und gleichzeitig natürlich mit sehr herausfordernden Entscheidungen politischen Verflechtungen und ehrlicherweise auch mit jeder Menge Weltschmerz verbunden.

00:02:04: Liebe Joshua, ich freue mich unfassbar dass du heute hier bist und dir die Zeit nimmst.

00:02:08: Und wir über deinen Weg und natürlich auch über euer tägliches Ton sprechen dürfen!

00:02:14: Vielen Dank Hannah für die schöne Einführung.

00:02:15: Freu mich auch sehr dabei zu sein.

00:02:18: Die Geschichte von dir und HerdeSom beginnt ja eigentlich viel früher als Als man jetzt vielleicht vermuten würde, du warst nämlich, das hast du mir erzählt im Vorgespräch, dreizehn Jahre alt.

00:02:29: Also das erste Mal gesagt hast euch für mich gern irgendwie engagieren und bis damals schon ehrenamtlich bei TARDISOM gelandet und hast dann später Politikwissenschaften studiert.

00:02:40: und was nach deinem Studium bei der ON und dem Auswärtigen Amt was ja eigentlich Institutionen sind, wo viele sagen würden wow das ist super spannend.

00:02:47: Das ist international man hat da viel Möglichkeiten für Wirkungsspielraum.

00:02:52: und für dich hast du aber dann irgendwann gemerkt ich will zurück in die Zivilgesellschaft.

00:02:57: Das habe ich von dir gelernt dass mit den Bereichen dem wir als Arbeit es auch so nennen, so betitelt.

00:03:01: für alle die das vielleicht auch nicht wussten.

00:03:04: Nimm uns mal ein bisschen mit wie bist Du wieder bei Terre des Somms gelandet?

00:03:08: Und ja wie war dein Einstieg dort?

00:03:10: Wie war dein Weg dorthin?

00:03:13: Ja, ich hab wie du schon beschreibst verschiedene Stationen durchlaufen.

00:03:17: Mir war relativ klar von Anfang an eben auch aus meiner eigenen Engagement Erfahrung dass meine ja meine Stärken am besten dort aufgehoben sind wo man anderen Menschen helfen kann wo es darum geht Schlussendlich auch zu sagen nicht nur wir sondern jedes Kind jeder Mensch weltweit hat die gleichen Rechte hat die gleiche Möglichkeit in Würde aufzuwachsen in Gesundheit Welt frei von Armut und Hunger.

00:03:44: Und das war für mich so ein Kompass, den ich schon relativ früh ja für mich entdeckt habe und dann gedacht habe na gut, die kann man an verschiedenen Stellen vielleicht auch verwirklichen dem kann man näher kommen.

00:03:56: Das geht auf der staatlichen Seite wie beim Auswärtigen Amt.

00:03:59: Das geht bei den Vereinten Nationen aber es geht eben auch bei der Zivilgesellschaft Wie du schon richtig gesagt hast und das ist für mich Total spannendes Feld und ein großer Ausdruck von Vielfalt.

00:04:10: Von Vielfald, von Meinungen, von Stimmen.

00:04:13: Da geht es um Interessen, die vorgebracht und ausgeglichen werden.

00:04:16: Und schlussendlich bin ich bei einer Organisation gelandet.

00:04:20: Nämlich Terre Somme, die die Interessen von einer Gruppe vertritt, die mir auch sehr am Herzen liegt.

00:04:26: Nähmlich von Kindern, von Kindern und jungen Menschen.

00:04:29: Es sind ... Ja, so viele Kinder und Jugendliche auf diesem Planeten wie selten zuvor in vielen Ländern der Welt stellen sie sogar die Mehrheit der Bevölkerung da wenn man zum Beispiel einige afrikanische Länder guckt.

00:04:41: Und trotzdem sind ihre Rechte, die auf dem Papier stehen, die gibt es ja schon ganz lange also seit nineteen neunneinachtzig gibt's die Kinderrechtskonventionen sind an vielen Stellen eben nur auf den Papier und das war mir ein Anliegen das zu ändern aus meiner eigenen Jugendzeit aus meinem eigenen Engagement heraus bis heute, wo ich jetzt als Vorstand Terre de Somme leiten darf und das jetzt seit Jahrzehnt zwanzig zweiundzwanzig.

00:05:06: Kann es total verstehen was du sagst?

00:05:08: Und auch so diesen, diesen Antrieb zu haben uns ist ja auch wirklich eine sehr naja sinnstiftende Arbeit habe ich auch eingangs schon gesagt.

00:05:17: aber was verändert sich?

00:05:19: also ist natürlich etwas anderes zum Beispiel sich ehrenamtlich noch mal zu engagieren und dass als hundert Prozent Vollzeitjob zu machen.

00:05:26: Weil du warst, du bist eingestiegen mit den Führungskraften im Vorstand.

00:05:32: Das heißt auf einmal kommt ja auch Verantwortung dazu für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei euch.

00:05:41: Ich möchte etwas Gutes tun.

00:05:43: wird dann auch Personal, Budget und auch strategische Verantwortung verschiebt sich irgendwie.

00:05:50: Wie hast Du das für Dich erlebt?

00:05:55: Ganz genau, also es ist ja so dass viele viele engagierte Menschen in diesem Bereich arbeiten.

00:06:00: Also das kennt man auch aus dem Ehrenamt.

00:06:02: wenn man irgendwo in einem sozialen Projekt unterwegs ist oder in der Nachbarschaftshilfe oder im Sportverein dann gibt's ganz ganz viele Engagierte Leute die einen eigenen Antrieb haben also eine starke intrinsische Motivation ihren Beitrag leisten zu wollen ob das zu einer besseren Gesellschaft ist oder eben Nachbarshaft oder bessere Bedingungen im lokalen Verein.

00:06:24: und das sind Das hatte ich ja auch, das kannte ich auch.

00:06:26: Aber dann hast du natürlich sehr schnell verschiedene Interessen die aufeinander preihen.

00:06:30: Dann hast du für alle dieses Engagement braucht es halt auch Ressourcen also Zeit aber eben auch finanzielle Ressoursen und die sind leider seit jeher sehr knapp bemessen Und jetzt heute mehr denn je Die Mittel für unsere Arbeit geht.

00:06:45: Also die gehen insgesamt zurück und da spüren wir auch Spenden gehen auch tendenziell zurück und alles dass sind sind natürlich Schwierige Vorzeichen für dieses Unwaschmore.

00:06:54: Also man hat im Grunde auf der einen Seite Menschen, die brennen für die Sache und wollen ganz viel machen und total loslegen Und ich von der Führungsseite muss da manchmal sagen Das geht jetzt gerade nicht oder und das kommt natürlich auch immer mehr vor wenn es eben auch eine Herausforderung ist oder ein Thema an dem man arbeitet was schier unlösbar ist oder was sehr, sehr langen Atem braucht.

00:07:16: Also ein sehr dickes Brett, das man bohren muss.

00:07:18: und es passiert natürlich wenn wir uns anschauen wo Terre Somme tätig ist jeden Tag also.

00:07:23: Wir sind in den Krisen- und Kriegsgebieten dieser Welt tätig.

00:07:26: Wenn man sich anschaut die Ukraine beispielsweise Oder auch im Nahen Osten Was da an komplexen Situationen vorherstehen denen Terre Sommes sich engagiert Da kann ich einer Mitarbeiter wenn nicht sagen du wirst mit deinem Engagement hier diesen Krieg lösen das geht gar nicht, da gibt es viel zu viele Interessen und viel zuviele Faktoren die darauf einzahlen.

00:07:48: Und es kann halt auch dazu führen dass man mal scheitert auf das kommt vor um das rückschläge passieren und hier so eine art ja duty of care könnte man sagen an den tag zu legen und schlussendlich Fürsorge für die eigenen Mitarbeitenden, auch bei schwierigen Situationen und schwierigen Entscheidungen.

00:08:07: Das ist alles auch Teil dessen wenn man in Engagement Führungserfahrung oder Führungsverantwortung viel mehr übernehmen möchte und ganz viele engagierte hoch motivierte Leute im Team hat, die man zusammen bringt.

00:08:22: Und da hast du schon einen Teil von deiner Arbeit angesprochen den ich... persönlich mir sehr schwer vorstellt, du hast gesagt okay die Spenden gehen zurück.

00:08:29: Die staatlichen Mittel werden gekürzt.

00:08:31: Die Krisen auf dieser Welt werden aber bei Gott nicht weniger.

00:08:34: das heißt im Zweifel ihr könnt nicht überall also nicht nur im Zweife mit Sicherheit ihr könnt auch nicht überall bleiben und am Ende müssen da Entscheidungen getroffen werden und Abwägungen getroffen werden die sich sicherlich sehr sehr schwer oder unlösbar anfühlen.

00:08:55: Dann bist du ja der Last Man Standing, weil keiner der in dem Projekt tätig ist.

00:08:59: Ob vor Ort oder jetzt von Tätesom aus Deutschland aus sagt ja okay dann es ist mein Projekt was jetzt nicht weiter Teil unseres Programms sein kann.

00:09:11: Wie trifft man also?

00:09:12: wie entscheidet man das?

00:09:13: Wie trifgt man solche Entscheidungen?

00:09:16: Wie machst du das als dieser Last Man standing?

00:09:18: wir unterstützt dich da gibt es da irgendwie eine Grundlage, auf der ihr das dann irgendwie auswertet oder machen müsst.

00:09:27: Weil die Entscheidung getroffen werden muss, egal wie schwierig sie

00:09:30: ist.".

00:09:31: Ja... Das ist was du ansprichst, ist ungefähr das Schwierigste an meinem Job und das, was ich auch am wenigsten gerne mache sag' ich mal.

00:09:40: Viel Nein sagen zu müssen, was aber leider auch dazu gehört also eben wenn die Mittel knapp sind.

00:09:46: Es ist immer so dass es keine richtige oder perfekte Entscheidung gibt weil wie du sagst jedes Projekt, da kann man jetzt ein Land nicht gegeneinander ausspielen.

00:09:56: Da kann man nicht sagen Ein hungerndes Kind hier ist wichtiger oder weniger wichtig als ein Kind was vielleicht medizinische Versorgung braucht oder was Traumata erfahren hat und deswegen psychologische Begleitung braucht oder ein Kind das nicht spielen kann aber das Spielen zur Entfaltung braucht oder einen kind was partizipieren möchte in der Gestaltung ihrer eigenen Lebensrealitäten.

00:10:18: also alles das sind sind ziele die ja alle wichtig sind und für sich eine Bedeutung und Relevanz haben.

00:10:24: Das Schwierigste ist, wenn man diese Entscheidung wo man priorisiert nicht trifft denn dann hat man am Ende des Tages so bin ich überzeugt eigentlich die Wirkung verfehlt, die man haben könnte wenn man sich mehr fokussiert und priorisiert.

00:10:38: Und das ist zum Glück was was ich nicht alleine vertrete als Überzeugung sondern mein ganzes Team bei Terre de Somme is sehr daran zu sagen Wo können wir uns eigene strategische Ziele setzen?

00:10:49: Wo sehen wir zu dass wir den Tropfen auf den heißen Stein machen, sondern den Tropf der wirklich auch Wellen zieht und Kreise

00:10:57: zieht.

00:10:58: Genau!

00:10:59: Der Tropfen richtig.

00:11:00: Also gibt es schöne Tropfenmetaphern?

00:11:01: Und der Tropfen ist das Logo von Teardesom, deswegen bewegen wir uns da in dieser Welt.

00:11:07: aber ja... Wir müssen jeden Tag natürlich abwägen wo sind Bedarfe?

00:11:13: also wo leiden Kinder, wo gibt's am meisten Verletzungen von Kinderrechten in der Welt.

00:11:19: Wir müssen genauso auch gucken, wer ist da schon außer uns aktiv?

00:11:24: Also gibt es wirklich eine Lücke die existiert und zwar nur wir oder besonders füllen können.

00:11:31: Und da habe ich vielleicht ein Beispiel was mir gerade vor ein paar Wochen passiert ist wo wir nämlich angefragt wurden bei der Bekämpfung von einer schlimmen Krankheit in einem afrikanischen Land indem wir gar nicht aktiv sind.

00:11:43: Wir hätten da Spenden bekommen können wahrscheinlich so bis zu hunderttausend Euro für uns erst mal eine gute Sache gewesen wäre.

00:11:50: Aber an der Stelle wär es auch nicht authentisch und glaubwürdig gewesen, von mir zu sagen wir machen das weil wir da ja gar nicht die Strukturen Expertise haben in diesem Land also Terdesum ist dort gar nicht.

00:12:01: Und wie kann ich dann einem Spender glaubhaft vermitteln dass Wir wirklichen die richtigen sind um einen Beitrag zu leisten um diese schreckliche Krankheit einzudämmen?

00:12:12: Und wir haben damals das einzige aus meiner sie einzig richtige getan.

00:12:15: so sagen wir lehnen diese Spende ab aber nicht mit einem Seht wo ihr bleibt sondern wir haben sie vermittelt an eine Organisation aus unserem Netzwerk die da sehr erfahren ist große Expertise hat und diese Spende jetzt einsetzt um genau das zu tun.

00:12:28: also ich glaube es ist sehr wichtig so bottom line sich der Möglichkeiten und Grenzen unseres Handelns bewusst zu sein.

00:12:36: Wir sind keine Riesenorganisationen können nicht alleine die Welt retten, Wir können das auf jeden Fall.

00:12:44: oder wir können dem näher kommen, wenn wir in Bündnissen zusammen agieren und wissen was ist die Rolle von Terre Somme.

00:12:49: Was können wir mit unseren lokalen Partnerorganisationen vor Ort bewegen im Leben von Kindern und jungen Menschen gemeinsam mit Kindern und Jungen Menschen?

00:12:57: Und was können wir auch nicht?

00:12:58: Da ist es ein guter Kompass um solche wirklich unmöglichen Entscheidungen dann auch zu treffen.

00:13:05: Das ist ein sehr schönes Beispiel.

00:13:07: und auch dieses Thema man sagt ja da nicht zu jemand der... sagt, okay ich möchte da gerne spenden und unterstützen.

00:13:13: So bleibt wo du bist, sondern ihr habt ja ein Netzwerk, kennt euch aus, ihr wisst genau wer die Organisation ist, die da dann bestmöglich weiterhelfen kann.

00:13:22: und das ist auch der Anspruch.

00:13:24: Und es ist aber auch schon finde ich gerade durchgekommen bei dem was du erzählt hast so dieses... Es gibt immer noch mehr zu tun.

00:13:30: also eure Arbeit endet nie!

00:13:32: Das ist ja irgendwie eine weitere Herausforderung oder Gefahr.

00:13:39: Du hast es auch gesagt, bei euch arbeiten so viele intrinsisch motivierte Menschen und es gibt keinen besseren Antrieb wie der, der intrinsisch ist.

00:13:45: Das wissen wir alle!

00:13:46: Wir alle wünschen uns einen Job in dem wir jeden Tag aus dem Herzen heraus sagen das möchte ich machen und das erfüllt mich und hier gebe ich alles.

00:13:54: Das nie endet.

00:13:58: Also man sagt auch nie an einem Abend, ich habe mal alle to do's abgehakt und für heute das war ein erfolgreicher Tag weil jetzt hab' ich hier die Sachen erledigt.

00:14:05: natürlich kann man bei euch die Sachen aber erledigen Aber man kommt ja nie an den punkt wo man sagt Jetzt ist es so abgehagt Weil euer ziel wäre ja dass es so dass irgendwann euch nicht mehr brauchen Organisationen wie euch.

00:14:20: Und wir wissen dass das eher unrealistisch ist.

00:14:22: allein das ist ja sehr realitäts Check und ein Dämpfer auch irgendwo.

00:14:27: Das heißt, wie schützt du dich selbst aber auch eure Mitarbeitenden?

00:14:31: Was habt ihr für Strukturen um nicht auszubrennen?

00:14:34: weil es gibt wahrscheinlich wenig Jobs wo man leichter ausbrennt und sagt ich mache bleibt noch länger ich mach noch mehr ich nehme das Wochenende noch dazu Ich höre nicht auf Es ist gerade hier super akut!

00:14:45: Ich will da was bewegen das ist jetzt wichtig.

00:14:48: Und dann bist Du eben auf dieser Schwelle zum Die menschen brennen aus und ja was ist eure wie funktioniert da eurer Organisation auch.

00:15:00: Ja erst mal kann man glaube ich wirklich feststellen burn out und dieses ich kann nicht mehr is einem wahnsinnig großes Thema in unserem Sektor.

00:15:10: es gibt ganz viele Menschen die diese Jobs machen, Bis an und über ihr Limit gehen.

00:15:16: also das sind allen voran diejenigen natürlich, Die vor Ort tätig sind die in humanitären Krisensituationen.

00:15:24: Teilweise unter Lebensgefahr aktiv sind um Menschen zu helfen.

00:15:29: dass das ist unglaublich Und ich habe den allergrößten Respekt vor jeder und jedem die so einen Job machen da können.

00:15:37: Also natürlich Ich gehe auch mal in Projekte und war auch in der ukraine und ich war in syrien und in verschiedenen Gebieten wo ja, wo es vielleicht auch nicht so ist dass man sich da zu jeder Zeit irgendwie total wohl und sicher fühlt aber.

00:15:51: Es ist was anderes dort mal kurz zu sein und ein Projekt zu sehen als da jeden Tag diese Arbeit zu machen unter den unmöglichsten und schwersten Bedingungen.

00:16:00: dafür müssen wir als Tade Somon tun das auch verschiedene Unterstützungs Angebote bereitstellen.

00:16:06: also es gibt es fängt schon an bei der Ja, dabei der Tatsache dass man sich nicht alleine lässt.

00:16:12: Also man wird in solchen wirklich schwierigen Situationen niemanden alleine finden.

00:16:17: das macht man immer zu zweit oder mit mehreren.

00:16:19: Mann spricht miteinander im Nachhinein man macht die Briefings und wir haben auch ein Angebot für psychologische Unterstützung.

00:16:27: also so cycle-cycle social first aid sagen wir dazu.

00:16:30: das sind halt einfach wichtige Dinge Die davor schützen können Auch Im richtigen Moment davor Schützen Können Dass Man Total ausbrennt oder sich verausgabt bis zu einem grad wo man da nicht mehr kann und das ist ja das schlimmste also niemand.

00:16:45: Niemandem nützt ein ausgebrannter oder gar toter NGO worker niemand kann niemanden kann man helfen wenn man nicht mehr können, deswegen ist es unsere Aufgabe dann auch menschen teilweise zu sagen du das reicht jetzt für heute morgen isst auch noch einen tag.

00:17:02: wir Können nicht heute alles schaffen es braucht bestimmte ziele.

00:17:07: das ist vielleicht noch mal ein wichtiger aspekt gegen die man schon auch.

00:17:11: Ja, ging jemand schon auch sein eigenes tun und wirken messen kann.

00:17:15: also wie entscheiden wir eigentlich wann wir erfolgreich waren?

00:17:18: das können wir ja ein stückweit auch selber und stecken.

00:17:20: dass wir sagen wir wollen jetzt dieses projekt machen damit es zu jenem ziel führt unseren stück weit gegen diese ziele zu arbeiten kann auch helfen um das Messbar zu machen in Anführungszeichen oder greifbar, dass man eben doch dann am Ende des Tages sagen kann ja ich habe auch was geschafft.

00:17:36: Ich hab diesen Meilenstein jetzt gerade vollzogen auch wenn damit nicht der Hunger in der Welt beseitigt ist und ich glaube viele Menschen die bei Terre Somme und vielen anderen Hilfsorganisationen arbeiten dieses konkrete Wenn man sieht in jedem einzelnen Projekt wird Kindern konkret geholfen.

00:17:53: das ist zumindest wenn ich jetzt für mich spreche das was mich auch antreibt und jeden tag wieder motiviert weiterzumachen auf gegen rückstärke denn das soll auch gesagt sein wir sind ja in einer welt wo gerade auch politisch sehr vieles leider zurückgeht von den errungenschaften die wir schon mal hatten also viele.

00:18:12: Menschen und vor allem auch Institutionen, Parteien, mächtige Menschen reifen Organisationen wie TARDISOM jeden Tag an.

00:18:19: Also unsere Legitimität wird in Frage gestellt dass wir überhaupt diese Arbeit machen können dürfen die Finanzierung wird infrage gestellt Und gegen diesen ganzen Widerstand dann noch zu arbeiten ist natürlich nochmal schwieriger aber bringt auch so eine Art von jetzt erst recht.

00:18:35: also Jetzt geht es um Menschlichkeit und jetzt geht es darum zusammenzuhalten auch unter den Den den Kräften in Deutschland und der Welt die für Demokratie und Menschenrechte einstehen.

00:18:49: Habt ihr dafür auch eine Art, braucht es das?

00:18:53: Und wenn ja habt ihr das so eine Art Sicherheitskonzept?

00:18:57: du bist ganz.

00:18:59: man findet heraus wäre der Vorstand bei Tertesum ist.

00:19:04: Man findet heraus, wer wie ich vorhin so in The Last Man Standing am Ende ist.

00:19:07: oder du hast dein Name steht da und das ist ja auch... Also es ist ja irgendwie toll weil es ist dein Name der da steht und du darfst jeden Tag diese Organisation führen und leiten mit den Menschen gemeinsam.

00:19:17: Und gleichzeitig hast Du grad was angesprochen mit Es gibt Widerstände und ihr werdet in Frage gestellt.

00:19:24: Wie ist da das Konzept die Mitarbeitenden und aber auch Dich?

00:19:31: Dein familiäres Umfeld irgendwo auch zu schützen.

00:19:35: Ja, das ist leider immer mehr Thema muss man sagen.

00:19:39: es gibt ja auch viele Organisationen die sich die sich dafür einsetzen hat zum Beispiel Die Arbeiten gegen Hass und Angriffe auch im Netz.

00:19:50: Wir haben das auch hier und da schon gespürt.

00:19:53: wir nehmen kein Blatt vor den Mund als Terre de Somme wenn es um Kinderrechte geht.

00:19:59: Ja, wenn wir Kräfte und Strömungen erleben die gegen diese Rechte von Kindern gegen das Wohl von Kindern agieren dann benennen wir das sehr klar.

00:20:08: Und natürlich machen wir uns da nicht nur Freunde mit.

00:20:12: es gibt Leute die sicherlich sich freuen würden wenn TARDISOM nicht mehr existieren würde und genauso viele andere NGOs oder andere Organisationen in Deutschland.

00:20:23: Wir können alle gemeinsam was auch gegentun weil die tatsache dass NGO teilweise als Schimpfwort verwendet wird, was für mich total unbegreiflich ist.

00:20:32: Also die Nicht-Regierungsorganisationen das sind erst mal Organisationen ganz diverse Organisationen vielfältiger Art.

00:20:40: Zivilgesellschaft sagen wir auch dazu Die legitime Interessenverträgen.

00:20:44: da muss man nicht alle gut finden.

00:20:46: Man kann auch man hier schlecht finden aber per se die Existenz dieser Organisation in Frage zu stellen oder dass sie gemeinnützig sind Ist schon hochproblematisch und mit dem Demokratieverständnis nicht übereinzubringen.

00:20:58: Aber was mich dann doch motiviert und auch ermutigt weiterzumachen, ist dass wir sehr viel Zuspruch von Menschen erhalten die sagen es ist gut das es euch gibt.

00:21:07: Fünfzigtausend Menschen in Deutschland spenden regelmäßig oder immer mal wieder an TARDISOM Und wenn man sich anschaut was überhaupt in Deutschland auch an Spendenengagement herrscht und an Nichtfinanzielem also einfach an altruistischem Engagement Dann ist das etwas was den Glauben an das gute In unserer Gesellschaft auch am Leben hält.

00:21:27: aber jetzt genau zu sagen also du hast ja angesprochen Thema Sicherheit wie geh ich damit um.

00:21:33: Für mich ist nicht der Moment, um sich zurückzuziehen und das geht im übrigen auch allen Mitarbeitenden bei Terre de Somso.

00:21:39: wir haben als wir eine Kampagne gemacht haben diesen bisschen exponierter war auch politisch.

00:21:44: da haben wir mal gefragt wer von euch?

00:21:47: wir haben es allen ermöglicht allen offen gelassen wer von Euch möchte nicht mehr mit Bild Und Namen auf der Webseite zu finden sei nicht alle zu finden, aber sehr viele eben schon weil jemand von Land zuständig ist oder für ein Thema.

00:21:59: Oder im Spendenservice arbeitet also für die Spenderinnen und Spender dann Ansprechpersonen isst und es gab keine einzige Person.

00:22:07: Die von der Website genommen werden wollte.

00:22:09: alle haben gesagt jetzt bekennen wir hier jetzt zeigen wir Flacke und zwar alle.

00:22:14: wenn nur noch da eine Person steht das könnte ich sein oder wer auch immer dann wird die Gefahr für diese Personen ins Kreuzfeuer zu kommen, angegriffen zu werden und persönlich angegangen zu werden.

00:22:26: Unwahrscheinlich größer!

00:22:27: Das ist natürlich trotzdem da und vielleicht trifft es dann auch alle aber wir können alle aus solidarisch miteinander einstehen und das ist glaube ich jetzt einen wirklich... Also ich fand das ein unnorms starkes Zeichen und hat mir auch gezeigt dass sich bei Terre Somme in der richtigen Organisation bin.

00:22:40: Ich hab grad auch gern sehr haut gekriegt, bin nicht in ein sehr schönes Beispiel und du hast eine andere Frage von mir schon beantwortet.

00:22:46: Weil ich mir während du erzählt hast erst so gefragt habe wie schaff man es denn?

00:22:50: Nicht den Glauben an die Menschheit zu verlieren wenn solche Dinge passieren also sowieso die dinge die auf der welt passieren und dann noch politische sachen und die infrage Stellung von NGOs etc.

00:23:01: Und Du hast das aber schon währenddessen so beantwortest dieses den Zuspruch, die man dann kriegt.

00:23:06: oder solche gemeinschaftlichen Aktionen also oder standings von euch als Organisation.

00:23:11: Dass man sich immer wie so oft im Leben halt auf das positive konzentriert anstatt sich im negativen so zu verlieren ist wahrscheinlich was was einfach für euch noch relevanter ist und noch alltäglicher.

00:23:25: Aber

00:23:27: vielleicht kann ich da noch gerade kurz ergänzen.

00:23:28: also dieses Thema Kein Kind soll hungern kein Kind soll nicht zur Schule gehen dürfen, kein Kind sollen in Armut oder krank aufwachsen müssen.

00:23:39: Das ist auch ein Konsens den wir in der Gesellschaft haben und über alle politischen Referenzen und Lager hinweg wird das eigentlich geteilt.

00:23:48: und die Tatsache dass das jetzt Ja vielleicht so im Diskurs zur starken Frage steht soll Deutschland eigentlich sich engagieren in der Welt?

00:23:57: ist es richtig Entwicklungszusammenarbeit oder Humanitäre zu leisten Hilfe zu leisten?

00:24:01: also das wird ja alles gekürzt, dass widerspricht eigentlich diesen gesellschaftlichen Grundkonsens den wir haben nämlich Menschlichkeit.

00:24:09: Die Würde des Menschen steht auch an unserem Grundgesetz.

00:24:11: dazu stehen sehr viele Menschen mit denen wir sprechen und es gilt jetzt hier zu zeigen, wir halten die Welt zusammen.

00:24:18: Wir können das gemeinsam, wir können gemeinsam die Welt gestalten und es ist ganz egal ob ein Kind neben uns in unserer Nachbarschaft im Armut aufwächst oder in einem anderen Land.

00:24:28: Das geht uns alle an und die Welt ist nun mal sehr verbunden heute viel mehr denn je und daher ist es wichtig dass wir auch zu diesen Werten wieder einen Konsens herstellen.

00:24:38: aber auch da nämlich war wenn man mit den Leuten richtig redet diese Werte anspricht dass dann auch sehr viel Zustimmung und Zuspruch kommt, natürlich nicht von überall.

00:24:49: Aber es hält uns am Laufen das wir doch merken.

00:24:51: viele Menschen finden das gut und wichtig was wir tun.

00:24:55: Da dann vielleicht auch weil ich die Frage dir selbst auch im Kennenlern Gespräch gestellt habe und ich glaube das ist vielleicht auch anderen interessiert wie läuft es denn ab wenn man spendet jetzt wirklich bei euch so also Es ist ja immer, dass Menschen sich fragen, wo kommt denn mein Geld dann an?

00:25:10: und wie kann ich das irgendwie nachvollziehen?

00:25:12: Und dann ist es eine Organisation da hängen Menschen und Mitarbeitende dran.

00:25:17: Ich habe jetzt mehr vorwissen weil du es mir erklärt hast.

00:25:20: aber in diese Richtung nochmal was passiert wenn ich entscheide ist es egal ob ich jetzt einmalig sage, ich will einmalig Hundert Euro spenden oder einen Dauerauftrag erstellen und weiß jetzt aber auch nicht genau... Projekt im Kopf soll ich denken, okay das ist eine Organisation die entspricht meinen Werten und ich finde gut was sie machen.

00:25:39: Und ich würde jetzt gern spenden... Was passiert?

00:25:42: Wie ist der Prozess?

00:25:44: Ja genau also was du gerade ansprichst trifft ja auch auf diese Frage von wie entscheidet, wie priorisiert ihr eigentlich das, was hier mit euren Menschen tut.

00:25:54: Es gibt sehr viele Menschen, die uns da ihr Vertrauen schenken indem Sie sagen wir spenden an Terre Somme mit dem Zweck dort, wo es am nötigsten ist.

00:26:03: Also wir geben eine freie Spende an Terresom.

00:26:05: Das ist für uns das Backbone unserer Arbeit.

00:26:09: also damit mit diesen Mitteln können wir entscheiden die können wir priorisieren da können wir sehen oh hier ist gerade ne Lücke hier ist grad bedarf da bekommen wir grade nicht genug zum Beispiel öffentliche Mittel oder oder zweckgebundene spenden und wir können einfach dann wirklich dort einsetzen was am nöchstens.

00:26:27: menschen geben uns ihr Geld, das ist ja auch der Unterschied zu wenn man jetzt zum Beispiel ein Produkt kauft oder eine Dienstleistung.

00:26:35: Sie kriegen dafür keine materielle Gegenleistungen also das einzige... Also unsere Währung könnte man sagen es vertrauen.

00:26:42: Das Einzige was sie bekommen ist das Vertrauen darin dass wir mit ihrem Geld etwas Gutes tun.

00:26:47: Sie bekommen damit ein gutes Gefühl und das ist auch gut so.

00:26:52: und unser Auftrag dann unter Anspruch an eine Organisation wie Tade Somm ist dann tatsächlich mit diesem Geld sorgfältig umzugehen, transparent darzustellen wie wir es verausgaben.

00:27:02: Also deswegen steht alles im Jahresbericht von der Frage, wie viel Geld geht in welches Land?

00:27:08: Wie viel Geldgeht in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit was bei TARDISOM vergleichsweise niedrig ist bis hin zu meinem Gehalt kann man auch nachlesen.

00:27:16: also alles ist transparent dargelegt um wirklich zu zeigen welcher Teil einer Spende kommt im Projekt an?

00:27:22: denn das gehört dazu.

00:27:23: jede professionell agierende Organisation kann gar nicht hundert Prozent der Spende ins Projekt geben.

00:27:30: Wie soll denn dann die Spendenquittung, die man dann per Post zugeschickt bekommt finanziert werden?

00:27:35: Wie soll den Qualitätsmonitoring also das wirklich mit dem Geld was richtiges getan wird, dass das Compliance Standards eingehalten wird?

00:27:43: Also alle diese Dinge die man zurecht von einer Organisation erwartet, die müssen ja auch irgendwie finanzieren werden und deswegen ist es immer gut zu schauen hat eine Organisation ein Siegel zum Beispiel Anerkannt ist das anerkannste Siegel des DZI Spendensiegel, das zentrale Instituts für soziale Fragen in Deutschland.

00:28:02: Das trägt Herde-Somm, das tragen auch sehr viele weitere Organisationen und da kann man immer sehen kommt das Geld wirklich an wird es transparent berichtet?

00:28:11: Das sind so Entscheidungskriterien die man vielleicht zugrunde legen kann.

00:28:15: Natürlich auch Dauerspenden sind immer toll.

00:28:17: also wenn Menschen sagen... Sie geben uns langfristig eine Zusage, dass wir ihre Spende bekommen können.

00:28:22: Damit können wir natürlich ganz anders planen und unsere Partnerorganisation in den Ländern Afrikas, Latinamerikas, Asiens, Europas mit denen wir arbeiten die können mit dieser Zusage von uns dann wiederum ganz anders arbeiten und die Projekte werden sehr viel nachhaltiger als wenn man nur von einer zur nächsten Gelegenheit hüpft.

00:28:43: Und dann ist es ja auch wirklich so.

00:28:44: das hast du mir auch erzählt Erstaunliche Summen gibt, die auf einen Schlag von jemandem gespendet werden.

00:28:51: Was dann nochmal wirklich so sehr viel Geld?

00:28:54: ... Wo du auch manchmal den Telefonhörern die Hand nimmst und anrufst und dich persönlich bedankst in das Gespräch mit Menschen suchst um zu bestärken und diesen Vertrauensfaktor euch zu verdienen oder?

00:29:10: Ja total!

00:29:11: Das gehört einfach dazu, dass jede Person die sich entscheidet, was zu geben.

00:29:16: Ob das fünf Euro im Monat sind von einer Person, die vielleicht nicht so viel übrig hat und trotzdem sich entscheidet, etwas zu spenden oder ob es die Spende von hunderttausend, zweiendertausend Euro ist?

00:29:27: Ob es auch Spenden von Unternehmen oder Stiftungen sind, die sich ja auch sozial engagieren.

00:29:33: Das sind ... Die verdienen alle unseren größten Respekt.

00:29:36: also ich persönlich spende auch viele Menschen in Deutschland tun das gehört zum guten Ton, aber es ist doch dann auch was ganz Besonderes.

00:29:45: Wenn ein Mensch sich entscheidet statt selber vielleicht viel Geld gerade zu behalten und auszugeben für irgendwas, das dann doch für einen guten Zweck zu spenden?

00:29:56: Ob es eine Erbe ist, was man vielleicht bekommt und sagt ach ich brauchte eigentlich alles nicht alles für mich ob es der eigenen Nachlass ist.

00:30:04: sehr viele Menschen überlegen ja auch vielleicht aus ihrem eigenen Nachlass dauerhaft was Gutes zu stiften und das sind alles Dinge die mich die mich sehr berühren.

00:30:14: Und die Menschen, die ich da kennenlernen durfte, die solche großen Spenden an Organisationen wie Teardesom richtend sind.

00:30:21: Sind großartige Begegnungen.

00:30:23: also da freue ich mich jedes mal wenn ich die Gelegenheit habe solchen menschen auch persönlich ein Dankeschön zu sagen.

00:30:31: Das ist ja wahrscheinlich auch etwas was dein eigenen Purpose.

00:30:33: nochmal so... bestärkt dieser Austausch, diese Menschen.

00:30:39: Die schenken euch das Vertrauen und stärken euch den Rücken.

00:30:41: ihr braucht sie um eure Arbeit zu machen weil was bei dir ja ganz anders ist dadurch dass du in der Zivilgesellschaft in einer Organisation tätig bist Du kannst nicht wie andere Arbeitnehmer irgendwie einmal im Jahr Fühlst du keine Gehaltsverhandlungen und sagst, das war jetzt ein Erfolg?

00:30:59: Ja.

00:30:59: Jetzt würde ich gerne vielleicht ein bisschen ein Race in meinem Galt haben weil ich habe dir die Zahlen und Ziele erreicht Und es ist ja bei dir auch dann wahrscheinlich wo der Purpose einfach überwiegen muss Weil Du wüsstest wenn du das einfordern würdest.

00:31:12: also geht sich aber euch nicht aus die Spenden sollen im Großteil in diese Projekte gehen und ihr braucht diesen kleinen Prozent dazu, eure Verwaltung am Laufen zu halten.

00:31:21: Und da kann einfach nicht... Das ist nicht nur bei dir so das ja bei allen euren Mitarbeitern so dass man sich einfach sagt Ja jetzt habe ich... Es wäre mal an der Zeit oder wer könnten wir dann nicht ein bisschen nach oben schrauben?

00:31:34: Weil du gleichzeitig den innerlichen Konflikt ja hast.

00:31:37: naja es fehlt ja woanders.

00:31:38: wo also es ist ja dann wirklich fehlt wo?

00:31:40: Wie gehst Du als Trotzdem ganz normaler Mensch mit eigenen privaten Zielen und Bedürfnissen und Wünschen damit um?

00:31:49: oder wie funktioniert diese Rechnung für dich?

00:31:51: Oder was überwiegt dann halt auch.

00:31:53: Ja, ja was du ansprichst ist tatsächlich ein Unterschied den man hat im gemeinnützigen Bereich gegenüber dem dem Privatsektor.

00:32:03: also wir werden nicht bezahlt nach Mit Boni oder mit mit leistungs abhängiger Vergütung.

00:32:10: das ist bei uns nicht üblich.

00:32:13: Und tatsächlich führt es auch dazu, dass man die einen oder anderen Gespräche führen muss mit Leuten, die vielleicht anderes gewohnt sind und in den gemeinnützigen Sektor kommen.

00:32:21: Und sagen ich verzichte darauf jetzt meistens ist das aber gar nicht schwer diese Gespräche zu führen weil die Leute schon verstehen, dass es hier um eine andere Währung geht.

00:32:31: Dass es hier im Purpose geht.

00:32:33: Das ist um eine sinnstiftende Arbeit geht, die wir halt mit im Gehaltspaket anbieten.

00:32:38: also wie kann bei uns gut Leben von dem Gehalt?

00:32:41: was man bekommt wird sein, tariflich und um den Ordnung.

00:32:46: Und gleichzeitig bekommt man und nimmt damit das klare Gefühl nach Hause in seinem Job halt auch wirklich etwas bewirkt zu haben, was Sinnstiftendes getan zu haben.

00:32:56: Das geht für mich auch so.

00:32:57: natürlich müssen wir alle und wollen wir alles verdienen?

00:33:01: Damit wir eben unser unseren Lebensunterhalt beschreiten können.

00:33:05: Aber bis hin zu der Frage von, worüber wir gerade gesprochen haben.

00:33:08: Das Fundraising also die Menschen, die sich um die Anwerbung von Spenden kümmern, die mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern sprechen und sagen können sie sich nicht vorstellen vielleicht ein bisschen mehr zu geben oder eine Spende für dieses wichtige Projekt zu machen.

00:33:26: auch die werden nicht dafür extra bezahlt wenn Sie besonders erfolgreich sind.

00:33:30: da mag es vielleicht Organisationen geben die das so machen, aber Therde Somm macht das definitiv nicht.

00:33:35: Weil dass auch zu einem Druck und zu einer Konkurrenzsituation führen würde in dieser sehr freiwilligen Entscheidung was zu geben da vielleicht beeinflusst zu werden.

00:33:45: Und deswegen ist es für uns ganz wichtig auf meine Arbeit ich mach das... Ich mache die Arbeit gut weil ich sie wichtig finde und weil ich den Sinn sehe und nicht weil ich am Ende auf meinen Gehaltszettel gucke am Ende des Monats und denke ach da ist jetzt ein bisschen mehr drauf.

00:34:03: Was ist, würdest du sagen?

00:34:06: Wenn man jeden Tag mit diesen Themen der Poli... Also ... Du musst jeden Tag wissen was in der Welt passiert.

00:34:12: Das gehört zu deinem Job dazu aber du hast auch Politikwissenschaften studiert.

00:34:15: Du hast ja sicherlich einfach auch ein großes Interesse schon immer dran gehabt.

00:34:18: Aber du kannst halt auch nicht sagen heute lese ich die Zeit doch mal nicht oder heute gucke ich die Tage schon nicht.

00:34:23: es tut mir nicht gut.

00:34:24: Du musst dich damit befassen.

00:34:25: das ist die Grundlage für dich und für euch und eure Arbeit.

00:34:30: Wie schafft man eine emotionale die Stanz aufzubauen, ohne abzustumpfen.

00:34:37: Weil du ja trotzdem noch persönliches Glück empfinden sollst und darfst und musst, weil es super wichtig ist ... Aber wie schafft man das bei dieser Konfrontation jeden Tag?

00:34:51: Ich glaube, dass ist trotzdem wichtig abzuschalten.

00:34:54: Also du hast natürlich für dich recht... Es gehört zu meinem Job zu beobachten was in der Welt passiert.

00:34:59: Jeden Tag schlechte Nachrichten zu lesen und schlimme Dinge zu hören.

00:35:04: Da, wo Therde Somm arbeitet ist selten die Welchen Ordnung.

00:35:06: Sondern genau da gibt es sehr viel Leid und Ausbeutung, Gewalt Menschen, die unter den Folgen von Klimakatastrophen extrem wettern leiden.

00:35:17: Das sind alles Dinge, wo man erst mal denkt, da will ich möglichst weit fern von bleiben Und wir gehen gerade dahin und entscheiden uns eben nicht weg zu sehen.

00:35:29: Ich glaube was mir da sehr hilft, ist die Tatsache dass ich ja etwas tun kann also Viele Menschen, ich weiß nicht wie dir das geht aber wenn viele Menschen die Nachrichten sehen dann nehmen sie dieses Leid wahr.

00:35:40: Sie sehen ja auch die Bilder, die schrecklichen Bilder jetzt aus einem Krieg oder jetzt gerade in Nepal war die Sturzflut da.

00:35:48: Das waren ja unfassbare Bilder ne?

00:35:51: Die sehen andere Menschen ja auch und dann steht eine Spendentafel und dann entscheiden sich Menschen deswegen zu spenden.

00:35:58: Aber so richtig tun Können sie ja doch nichts in dem moment.

00:36:02: und das ist etwas was ich als wahnsinniges privileg meiner arbeit empfinde denn ich kann am nächsten tag ins büro gehen und sagen.

00:36:10: Was tun wir denn jetzt in nepal für die sturzflutungsstelle fest?

00:36:14: wir haben bereits spenden erhalten, wir können aufruf machen unterhalten noch mehr spenden und dann gehen wir dahin und können tatsächlich was tun für die menschen und für die kinder die davon betroffen sind.

00:36:25: oder vielleicht ein anderes beispiel war es mich immer noch sehr Beschäftigt, in Kabul sind die Taliban zurückgekehrt.

00:36:33: Etwas was man zwanzig Jahre lang nicht für möglich gehalten hatte.

00:36:37: und bin kürzester Zeit waren die Taliban als Menschen vor allem Frauen verachtendes Regime wieder zurück in Kabul.

00:36:45: Und wir hatten eine ganze Reihe von Mitarbeitenden, die sich natürlich auch gefürchtet haben zu Recht Sorgen gemacht haben dass sie jetzt verfolgt werden das sie nicht mehr in Freiheit leben können Und wir haben die Entscheidung getroffen, ich durfte damals mit des Kließenteam das Therde Somm eingerichtet hat leiten.

00:37:05: Wir haben die Entscheidungen getroffen wie lassen diese Menschen nicht zurück sondern wir bringen sie, wir evakuieren sie in Sicherheit?

00:37:13: und wir haben viele von diesen Menschen etwa achtzig Personen damals nach Deutschland bringen können und ich habe damals die wirklich unmöglichsten und schlimmsten zum Teil wirklich traumatisierenden Erfahrungen machen müssen weil es um Ja existenzielle fragen ging um Fragen tatsächlich von überleben von einzelnen Personen.

00:37:32: Es gab einen Anschlag am Flughafen der uns beinahe in die Quere gekommen wäre also viele, viele Dinge, die mich bis heute noch sehr beschäftigt.

00:37:39: Ich glaube es merkt man aber es sind.

00:37:42: es sind Momente gewesen wo ich die Tatsache dass ich die Möglichkeit hatte etwas zu tun und nicht nur da sitzen musste und mir das alles anschauen musste Die habe ich für mich verwandelt in eine unglaubliche Ja, eine Stärke von... Ich deiste meinen Beitrag.

00:38:00: Ich bin nicht nur bystander und schaue nicht nur von der Seitenlinie sondern ich bin auch ein Spielfeld drauf.

00:38:05: Und das ist etwas was ja ne Last sein kann und auch eine große Verantwortung aber wie ich sage da auch ein großes Privileg hier mitwirken zu dürfen.

00:38:16: Voll schön!

00:38:17: Danke fürs Teilen.

00:38:19: man merkt es dir an.

00:38:20: Man merkt dir an wie viel es dir bedeutet Als Abschluss von unserem Gespräch so schön, nochmal auch für alle die zuhören.

00:38:29: Manchmal denkt man wer bin ich denn?

00:38:31: Ich kann ja eh nichts verändern.

00:38:32: aber wenn alle denken ich kann nichts verändernden dann verändern wir definitiv nichts.

00:38:37: und das ist jetzt nicht von jedem.

00:38:40: so ist wie bei dir dass er sein Job ist, es auch okay.

00:38:44: Aber dann zu sagen wie kann ich unterstützen?

00:38:47: Wo kann ich mich entweder mit spenden?

00:38:49: und wenn man nicht spenden kann oder möchte mit der eigenen Zeit, mit ehrenamtlichem Engagement in egal welcher Organisation die für Kinder- oder für soziale Zwecke etwas tut also... Wenn man so erschlagen isst von allem was passiert ist glaube ich das schlechteste, was man tun kann zu denken.

00:39:09: Ich kann nichts tun weil wer bin ich?

00:39:11: Bin zu kleines Lichtjahren in dieser Sache deswegen vielleicht an der Stelle.

00:39:18: Man kann immer etwas tun und wenn jeder nur ein bisschen tut dann ist schon viel geholfen Weil es ja diese Summe ausmacht.

00:39:24: Und ich hoffe auch dass viele jetzt, die so einen Einblick in die Arbeit gekriegt haben.

00:39:29: Weil es sind Gedanken, die man sich ehrlich gesagt vielleicht nicht so oft macht.

00:39:33: Ich habe davor auch am Anfang an unseres Gesprächs gedacht ich wow das ist die erfüllendste und sinnstiftende Arbeit von der ich ihr gehört hab'.

00:39:39: und dann dachte ich gleichzeitig wow!

00:39:40: Das ist auch die Herausforderung, da könnte ich mich davon so emotional abgrenzen.

00:39:45: aber wie schafft man es nicht abzuschumpfen?

00:39:46: Und die Hoffnung trotzdem groß zu halten?

00:39:48: also ist ein Balanceakt der wo ich wirklich sehr große Bewunderungen für dich und eure ganze Organisationen und alle Menschen die darin arbeiten aufbringen.

00:39:57: Und es ist sehr schön, dass du uns jetzt auch die Möglichkeit gegeben hast also Einblicke zu gewinnen.

00:40:03: Wie das ist und wie sich das anfühlt und glaube ich auch das große Fazit mit Wir können alle etwas tun und dann ist schon viel geholfen.

00:40:13: Sehr schön gesagt!

00:40:14: Vielen Dank dir!

00:40:15: An dieser Stelle lieber Joshua Danke für dein Gespräch und ja wir können dieses nicht auf einmal des Leid der Welt lösen.

00:40:22: aber Wenn wir irgendwo einen Anfang finden, dann können wir was verändern und ihr seid eine Organisation die genau das tut.

00:40:29: Und für alle die immer noch zuhören geht auf die Webseite geschaut euch an was der das macht und findet vielleicht bei euch eure Möglichkeit auch damit zu wirken oder etwas Gutes zu tun und in diesem Sinne ja schon vielen vielen Dank.

00:40:44: herzlichen dank dir und allen die hierzu gehört haben.

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